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Rotweine aus Italien

„Im Winter trinken wir gerne Primitivo oder Chianti Classico – könnt Ihr da was empfehlen….?“ Weiterlesen

Film ab: zu Besuch bei einem außergewöhnlichen Winzer

An einem wunderbaren Herbsttag sind wir ins Weinsberger Tal bei Heilbronn aufgebrochen. Dort gibt es einen jungen Winzer, der macht unserer Meinung nach richtig geniale Weine.

Den Mann und seine Weine kennen eine Hand voll Spezialisten und Freunde seiner Weine. Das müssen wir ändern, oder? Daher haben wir ihn mit der Kamera besucht und einen sehenswerten Videoclip gedreht.

Lernen Sie den sympathischen Alexander Heinrich aus dem Weinsberger Tal kennen:

Übrigens:
unseren Regisseur haben wir schon überzeugt. Der will nur noch Heinrich Weine trinken… („die sind so angenehm geschmeidig…„)

Die besten Weine von Alexander Heinrich gibt es bei uns im Online-Shop

viDeli zu Besuch beim Ansitz Waldgries in Südtirol

Es sieht aus wie Urlaub! Aber es war knallharte Arbeit… Am letzten Tag des Septembers haben wir Christian Plattner auf seinem Ansitz Waldgries in Bozen mit einem professionellen 😉 Filmteam besucht.

Das Wetter war perfekt! Christian war bereits mit der Weinlese in seinen Sankt Magdalener Rebgärten beschäftigt. Umso netter, dass er sich trotzdem Zeit genommen hat und uns sein Weingut gezeigt hat.

Gefilmt haben wir an 3 Drehorten:

Weingut in Sankt Magdalena

Das Weingut Ansitz Waldgries ist wirklich ein spezieller, sehenswerter Platz. Der Ansitz aus dem 13. Jahrhundert liegt wunderbar eingebettet zwischen seinen Rebflächen am Fuße des Ritten, direkt vor den Toren der reizenden Stadt Bozen. Hier gedeihen die Rebsorten Vernatsch, Lagrein und Rosenmuskateller ganz vortrefflich. Tief unter dem Weingut liegen die historischen Kellerräume, wo auch heute noch die Weine unter idealen Bedingungen reifen. Überall im Weingut finden sich Kunstwerke von Christians Frau Wally und geben dem Weingut eine ganz eigene Atmosphäre.

Christian Plattner gilt als Sankt Magdalener Spezialist. Uns gefallen alle seine Weine außerordentlich gut. Aber sein Sankt Magdalener ist wirklich etwas Besonderes: wunderbar saftig, aromatisch, erfrischend und sehr animierend. Ein Wein für Geselligkeit!

Sein Top Sankt Magdalener heißt Antheos und besteht aus mehreren alten Vernatsch Spielarten. Ein sehr außergewöhnlicher und hoch dekorierter Sankt Magdalener. Und auch der Lagrein Mirell aus teilweise getrockneten Trauben stammt von den Magdalener Lagen. Und …nicht zu vergessen sein roter Dessertwein aus Rosenmuskateller.

Eppan Berg

Die Weißweine vom Ansitz Waldgries stammen aus den hochgelegenen Rebgärten in Eppan Berg oberhalb von Kaltern. Die Rebgärten liegen wunderschön zwischen den Schlössern Moos, Schulthaus und Freudenstein.

Aufgrund der Höhenlage ist es hier kühler. Das sogt für Frische und Aroma in den Weinen. Hier werden der Sauvignon Blanc Myra und der Weißburgunder Isos erzeugt. Verarbeitet werden die Trauben dann im Weingut in Sankt Magdalena.

Auer

Die Lage Furggl bei Auer im Südtiroler Unterland gilt als eine der besten Herkünfte für Lagrein in Südtirol. Auf den fruchtbaren und warmen Schwemmlandböden kann der Lagrein perfekt ausreifen. Christan Plattner keltert die Trauben dann im Weingut in Waldgries zu seinem Lagrein und seiner Lagrein Riserva. Und das macht er gut! Der Lagrein vom Ansitz Waldgries hat eine wunderbar saftige Frucht und einen eleganten geschmeidigen Körper.
Oftmals tut ausgeprägter Holzfassausbau dem Lagrein nicht wirklich gut. Solche Weine werden oftmals unangenehm bitter und eindimensional. Daher setzt Christian bei seiner Riserva das Holzfass sehr dosiert ein. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Rotwein voll Frucht und Würze.

Begonnen haben wir die Zusammenarbeit mit Christian einst wegen seines Sauvignon blancs und seines Sankt Magdaleners. Beide hielten wir für den jeweils besten in Südtirol. Das hat sich auch nicht geändert, aber inzwischen haben wir alle Weine vom Ansitz Waldgries ins Sortiment genommen, denn hier ist wirklich jeder Wein außerordentlich gut!

Alle Weine vom Ansitz Waldgries gibt es bei uns im Online-Shop

Spitzenweine aus der Rioja

Die Rioja ist eines der hochkarätigsten Weinbaugebiete der Welt, jedoch sicherlich das bedeutendste Weinbaugebiet Spaniens. Lange schien es quasi das Synonym für spanischen Spitzenwein überhaupt zu sein. Das Weinbaugebiet Rioja besteht aus 3 Teilgebieten:

1. In der östlicheren, tiefer gelegenen Rioja Baja werden kraftvolle, fruchtige Weine erzeugt.
2. Die höher gelegene Rioja Alta ist das bekannteste Teilgebiet, in dem zum Teil großartige Weine erzeugt werden.
3. Im kleinen, aber feinen Teilgebiet Rioja Alavesa steigen die Weinberge auf noch größere Höhen hinauf. Diese höhere Lage, verbunden mit den kalkhaltigen Böden macht die Rioja Alavesa zu einer Herkunft hochinteressanter, eleganter Rot- und Weißweine. In der Rioja Alavesa sind weniger Großbetriebe als vielmehr kleinere und mittlere Familienweingüter angesiedelt. Für uns bedeutet das: dieses Teilgebiet interessiert uns am meisten!

Unsere Philosophie ist es, wenn möglich mit Familienbetrieben mittlerer und kleinerer Größe zusammenzuarbeiten. In der Rioja müssen viele Betriebe Trauben zukaufen. Nicht so die beiden Weingüter, mit denen wir arbeiten. Diese Winzer keltern ihre Weine möglichst nur aus eigenen Trauben.

=> Familienweingut Bodegas de la Marquesa (Valserrano)

=> Familienweingut Bodegas Larchago

 

Die wunderbare Welt von Käse und Wein

Die richtige Verbindung von feinem Käse und dazu passendem Wein ist ein kulinarisches Highlight. Und das Beste daran: diese Speise ist richtig einfach, schnell und unkompliziert!

Wir stellen Ihnen hier unsere favorisierten Kombinationen vor – edle Genüsse für Gäste oder als besonderes Geschenk. Den Käse gibt es im gut sortierten Fachhandel.

Chaource und Champagner
Ein absoluter Klassiker ist die Kombination von Champagner und cremigem Chaource. Wir finden diese Kombination passt am besten für Schaumweine, die etwas weicher und cremiger sind. Unsere Champagnerempfehlung ist der Champagner Nominé-Renard brut. Zu mineralischen Champagnern schmeckt uns Reblonchon am besten.

Camembert und roter Bordeauxwein
Der Camembert duftet typischerweise nach Pilzen und Nüssen. Dazu passen weiche Rotweine aus Bordeaux ganz hervorragend, wie z.B. der Château La Gorce Cru Bourgeois Médoc 2011 oder der Château Saint Ange St. Emilion Grand Cru 2011.

 

Blue Stilton und Vintage Port
Die Königskombination!
Blue Stilton ist ein salziger britischer Blauschimmelkäse. Dazu passt perfekt der König der Rotweine: Vintage Port! Die ungeheure Frucht und Weichheit des Portweins verbindet sich mit den intensiven, würzigen Noten des Stilton zu einem wunderbar cremigen, fruchtigen, würzigen, vielschichtigen Hochgenuss! Unsere Portweinempfehlung dazu ist der Port Vintage Quinta do Monte Bravo. => Hier gibt es noch mehr Tipps zur Königskombination Blue Stilton und Portwein

Roquefort und Sauternes
Das war unser erstes unvergessliches Aha-Erlebnis bei der Verbindung von Käse und Wein. Roquefort ist ungeheuer würzig und salzig. Für sich allein schmeckt dieser Käse eigentlich fast zu intensiv. Aber in Verbindung mit den cremigen, extrem süßen Weißweinen aus Sauternes oder auch von der Loire schmeckt der Käse nicht mehr salzig und der Wein nicht mehr süß. Vielmehr entsteht ein kulinarischer Hohgenuss: cremig, würzig, fruchtig, aromatisch…genial!

Unsere Süßweinempfehlung dazu ist der Château Lamourette Sauternes oder der Quarts de Chaume. => Hintergrundinformationen zum Süßwein Sauternes in Verbindung mit Roquefort

Munsterkäse und Gewürztraminer
Last but not least:
Der stinkige Munsterkäse aus dem Elsass hat einen extremen Duft – schmeckt aber mild und cremig. Dazu passen Elsässer Weißweine mit milder Säure und Restsüße ganz hervorragend. Unsere Weinempfehlungen dazu sind der Gewürztraminer Rominger oder der Pinot Gris Valee Noble.

Manchego und Rioja
Manchego ist ein harter, würziger Schafskäse aus Zentralspanien. Dazu schmecken uns persönlich fassgereifte, elegante Rotweine, idealerweise auch aus Spanien. Eine gute Crianza oder Reserva z.B. aus der Rioja passen hervorragend. Wir empfehlen den Rioja Larchago Crianza oder den Rioja Larchago Reserva.

1. Platz für den Château la Gorce 2010

Wir freuen uns! Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ hat in ihrer Juni Ausgabe die besten Bordeaux unter 15 Euro prämiert.

Als bester Wein wurde unser genialer 2010er Médoc vom Château La Gorce prämiert. Wir mussten daher in den vergangenen Wochen ganz schön Gas geben, um alle Kundenwünsche und Aufträge wie gewohnt perfekt abwickeln zu können… Und dann war der Wein schließlich ausverkauft, aber jetzt ist wieder Nachschub eingetroffen!

Der Château La Gorce 2010 ist unsere Entdeckung aus dem Medoc und ein tolles Beispiel für unser Markenzeichen: eher unbekanntere Weine von kleineren familiären Weingütern, mit unschlagbarem Preis-Genuss-Verhältnis.

Der Winzer Dennis Fabre ist ein lässiger Typ. Nach getaner Arbeit liebt er es, auf seiner Harley durch das Médoc zu cruisen. Dennis macht nicht viele Worte, er macht einfach nur guten Wein. Nur diesen einen. Aber der ist so was von gut!

So beschreiben die Juroren den Wein: „Harmonisch, saftig, frisches Mundgefühl – der unangefochtene Sieger unter den Roten bietet viel Klasse für vergleichsweise wenig Geld.“  Quelle: Der Feinschmecker (06/2015)

Tipp: dieser Médoc passt perfekt zu gegrilltem Rindfleisch.

Trendwein Primitivo

Kennen Sie schon die warmen, weichen Rotweine aus dem Hause Menhir? Hier schmeckt man bei jedem Schluck den Süden! Wir arbeiten in Apulien mit der Cantine Menhir Salento zusammen. Das Weingut hat sich regelrecht zum Shooting Star aus Apulien entwickelt. Die Weine aus den Rebsorten Primitivo, Negroamaro und Susumaniello sind sehr modern vinifiziert.

Der Primitivo ist seit einigen Jahren ein Trendwein. Klar, bringt er doch im Überfluss mit, was vielen Weinfreunden derzeit mundet: eine verlockend dunkle Farbe, wunderbar ausgeprägte Fruchtaromen, eine angenehme Weichheit. Nicht jeder weiß, dass Primitivo der Name der Rebsorte ist. Der apulische Primitivo ist eng verwandt mit dem kalifornischen Zinfandel. Diese beiden Rebsorten haben ihren Ursprung in der Rebsorte Crljenak aus dem heutigen Kroatien. Für Weintrinker ist jedoch eines besonders wichtig zu wissen: Primitivo (und Zinfandel) sind die Barbecue-Weine schlechthin!

Der Primitivo Quota 29 begeistert eine Vielzahl von Weinfreunden mit seinen intensiven Fruchtaromen und seiner weichen, samtigen Art. Er besticht durch seine offene, warme, weiche Art. Intensive Fruchtaromen gepaart mit dezenten würzigen Nuancen animieren zum ersten Schluck. Am Gaumen ist der Wein wunderbar weich und geschmeidig. Der Klassiker!

Eine Stufe über dem Quota 29 befindet sich der kraftvolle Primitivo di Manduria. Während beim Quota 29 nur ein Teil des Weines in Holzfässern gereift wurde, so wird der Primitivo die Manduria komplett in Holzfässern gereift. Dadurch entsteht ein dichter, kraftvoller Rotwein mit viel Frucht, aber eben auch mit vielen interessanten Würznoten vom Holzfassausbau.

Noch eine Stufe über dem Primitivo die Manduria ist der Pietra angesiedelt. Wir können es nicht anders ausdrücken, aber dieser Rotwein ist eine echte Wuchtbrumme! Der Pietra ist zum Großteil aus Primitivo-, aber auch zu einem kleineren Teil aus Susumaniello-Trauben gekeltert. Dann wird der Wein in Barriquefässern gereift. Der Pietra wuchert geradezu mit seinen Pfunden: viel Farbe, im Bouquet unheimlich viel Frucht gepaart mit feiner Würze und am Gaumen dann viel Stoff, Kraft, Weichheit und Tiefe.

Die Spitze besetzt der Primitivo Calamuri. Aus einem sehr alten Rebgarten werden die Trauben für den Calamuri gelesen und zu einem Wein gekeltert, der fast ein Primitivo-Konzentrat darstellt. Der Wein ist so enorm dicht und intensiv, das ist schlicht beeindruckend. Tiefdunkel rot, fast violett ist der Wein im Glas. Das Bouquet ist unglaublich intensiv und vereint Aromen diverser dunkler Früchte mit viel Würze und Toastnoten vom Holzfassausbau. Am Gaumen ist er enorm kraftvoll, dicht und doch auch weich. Hallt lange nach.

Sie mögen keinen Primitivo? Ganz neu haben wir den Negroamaro Numero Zero (N° Zero) ins Sortiment genommen. Wenn der Quota 29 schon ein tolles Preis-Qualitäts-Verhältnis hat, dann wird es hier besonders attraktiv. Wir finden diesen Wein bei identischem Preis noch besser als den Quota 29. Der Numero Zero hat ebenfalls viel Frucht, darüber hinaus jedoch besticht er mit einer eleganten, würzigen Struktur. Toller Rotwein für einen vergleichsweise kleinen Preis.

Den Wein der Cantine Menhir Salento hier online kaufen.

Zu Besuch bei Christophe Coste an der Rhône

viDeli besucht einen engagierten Côtes du Rhône Winzer: Christophe Coste von der Domaine de la Charité Weiterlesen

Monte da Raposinha

Das Weingut Monte da Raposinha ist ein kleines und sehr feines Familienweingut in der Region Alentejo. Das Weingut liegt bei der Ortschaft Montargil etwa 100 Kilometer westlich von Lissabon. Die Familie Ataide hat dieses Weingut aufgebaut. Vater Nuno Ataide und sein Sohn Joao Nuno leiten gemeinsam die Geschäft des Weinguts. Weiterlesen

viDeli unterwegs – Die wunderbaren Weine aus dem Rhônetal

Der Süden Frankreichs begeistert uns immer wieder. Neben dem Languedoc-Roussillon haben es uns besonders die wunderbaren Weine aus dem Rhônetal angetan. Im März 2013 haben wir diese Region mit dem Ziel besucht, unser Sortiment aus dieser Region deutlich zu erweitern. Hierbei wollten wir Weine von kleinen Weingütern finden, die deutlich ihre Herkunft widerspiegeln und eine herausragende Qualität haben.

Grob kann man das Anbaugebiet Rhône in 2 Teile aufteilen. Der nördliche Teil folgt dem Flusslauf der Rhône und beginnt im Norden bei Ampuis (etwas südlich der Stadt Lyon) und endet im Süden bei Valence.  Hier befinden sich die weltbekannten Herkünfte Côte-Rôtie, Hermitage, Cornas und St. Joseph. In diesen ist die rote Syrah die beherrschende Rebsorte und bringt hier elegante, geschliffene Rotweine voller mineralischer Tiefe hervor. Daneben gibt es noch einige interessante Weißweine aus den Rebsorten Viognier, Marsanne und Roussanne.

Der südliche Teil des Anbaugebietes befindet sich grob zwischen Montlimar und Avignon mit der antiken Stadt Orange als Zentrum. Bildlich gesprochen befinden sich die Weinbauregionen in Form eines Amphitheaters um die Stadt Avignon gruppiert. Dieser Teil des Anbaugebietes ist flächenmäßig deutlich größer als der nördliche Teil. Auch klimatisch gibt es Unterschiede. Die südliche Rhône ist ein sehr heißes Weinbaugebiet. Dies spiegelt sich in den Weinen wieder. Die Rotweine der südlichen Rhône betören durch ihre warme, weiche, kraftvolle und aromatische Charakteristik. Hier sind auch deutlich mehr Rebsorten im Anbau als im nördlichen Teil des Anbaugebietes. So sind allein für die Erzeugung des berühmten Chateauneuf-du-Pape 14 Rebsorten zugelassen.  Grenache ist die typische Rebsorte der südlichen Rhône. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Vacqueyras, Tavel und Lirac. Aber es gibt auch neue Stars am Himmel wie: Ventoux, Cairanne und Rasteau sowie Côtes du Rhône Villages Apellationen wie Sablet, Sinargues und noch einige andere.

Auf unserer Reise erkundeten wir zunächst von Avignon aus den südlichen Teil des Anbaugebietes. Dabei begannen wir bei Christophe Coste’s Domaine de la Charité in Sáze, von dessen Weinen wir schon länger begeistert sind.

Weiter geht‘s ans andere Ende des Anbaugebietes. Der Mont Ventoux ist als der mystische Berg der Provence und der Tour de France bekannt. Unserer Meinung nach entwickelt sich die Gegend in jüngster Zeit zu einer Herkunft von hochinteressanten Weinen, die noch sehr bezahlbar geblieben sind. Hier haben wir die kleine und junge Domaine du Tix in Mormoiron entdeckt, wo das sympathische Paar Marie Pirsch und Philippe Danel seinen Lebenstraum verwirklicht und herausragenden Wein produziert.

Die Reise führt uns dann zu unserer traditionellen Lieblingszone des Gebietes – die Felskette Dentelles de Montmirail mit den beiden Top-Anbaugebieten Vacqueyras und Gigondas.
Die Rebgärten von Vacqueyras liegen etwas tiefer und sind auch flacher als die von Gigondas. Daher reifen die Trauben dort etwas früher aus und haben auch eine wärmere, weichere Charakteristik. Hier haben wir Coralie Onde kennengelernt, die auf ihrer kleinen Domaine de la Ganse  einen richtig guten Wein aus alten Reben erzeugt.
Wenn wir schon vor Ort sind, besuchen wir gleich noch das Weingut von Coralies Bruder: die Domaine des Ondines . Jeremy Onde erzeugt hier ein Geschoss von Vacqueyras: der Clos des Frères !
Dieser Wein wird aus alten Grenache-, Syrah- und Cinsault-Reben gekeltert und in kleinen Holzfässern ausgebaut. So entsteht ein extrem kraftvoller, vielschichtiger und dichter Rotwein. Wenn der Wein seiner Schwester der femininste Vacqueyras ist, so ist dieser Wein vielleicht der maskulinste?here

Jetzt geht es ins Allerheiligste: Gigondas!
Für uns ist das Dorf Gigondas inzwischen das Non-Plus-Ultra an der südlichen Rhône. Gelten im Allgemeinen die Weine aus Châteauneuf-du-Pape als die Besten des Anbaugebietes, so finden wir Gigondas noch spannender. Beide Anbaugebiete erzeugen überaus kraftvolle, reichhaltige Rotweine. Ein guter Gigondas hat unter Umständen jedoch mehr Tannin und Säure und damit eine feinere Aromatik. Es gibt Gigondas Winzer, die ihre Weine als „anstürmendes Rhinozeros“ bezeichnen. Das zum Thema Kraft! Wir haben den Winzer Phillippe Cartoux auf seiner Domaine des Espiers besucht und waren sofort begeistert von seinen Weinen. Wir waren sogar derartig begeistert, dass wir mit einem unserer wichtigsten Grundsätze gebrochen haben: „Wir wollen gebietstypische Weine!“

Phillippe Cartoux interpretiert das Terroir von Gigondas anders als seine Kollegen. Seine Philosophie ist es, an der südlichen Rhône Rotweine zu erzeugen, die die elegante und feine Charakteristik der Weine der nördlichen Rhône aufweisen. So entstehen auf diesem Weingut Rotweine der AOC Gigondas, die natürlich kraftvoll sind, aber sie sind überaus elegant und weich und haben Raffinesse und Spiel. Für uns ist das ganz großes Kino! Bereits der Basiswein des Weinguts, ein Côtes du Rhône ist überaus elegant und kann locker mit vielen Weinen aus den hochwertigen Appelationen mithalten. Die nächste Stufe ist ein Côtes du Rhône Villages Sablet. Der Wein ist noch deutlich dichter und hochwertiger, aber eben auch wieder mit dieser besonderen Eleganz und Feinheit. Die nächste Stufe ist der AOC Gigondas Domaine des Espiers. Wir haben sehr viele Weine aus der Appelation Gigondas verkostet, und dieser Wein war schon einer der allerbesten. Der Knaller ist jedoch sein Gigondas aus der Parzelle „Les Blâches„, die mit sehr alten Rebstöcken bestockt ist. Dieser Wein ist grandios! So viele Facetten, so viel Tiefe und doch so elegant und fein. Wow!!!!

Und zum Abschluss noch zu einem ganz Großen: Vincent Avril von der Domaine Clos des Papes in Châteauneuf-du-Pape. Seit Jahrhunderten bewirtschaftet die Familie Avril Rebgärten in Chateauneuf-du-Pape. Der rote Clos des Papes ist legendär. Er wird aus allen 14 für die Produktion von Châteauneuf-du-Pape zugelassenen Rebsorten hergestellt. Das schmeckt man: der Wein ist ungemein vielschichtig und opulent. Manch einer mag irritiert sein, dass ein derartiger Wein nicht in kleinen Barriquefässern à 225 Litern ausgebaut wird. Aber Vincent Avril hat eine andere Vision für seinen Wein. Er hat im Burgund studiert und will eben auch eine burgundische Eleganz in seinen Weinen. Daher wird der Clos des Papes in großen 5.000 Liter Holzfässern gereift. Hier reift der Wein, ohne dass Holzaromen seine Aromen beeinflussen. So entsteht ein eleganter, vielschichtiger, opulenter Rotwein, der zu den ganz großen seiner Zunft zählt. Die Zeitschrift Weinspectator hat gar den 2005er Clos des Papes als besten Wein der Welt gekürt. Dies hat natürlich die Nachfrage nach diesem Wein mächtig angeheizt und das Weingut sehr bekannt gemacht. Der sympathische Vincent Avril war darüber, wie er uns sagte, eher irritiert. Er findet seinen 2005er nicht besser und nicht schlechter als dessen Vorgänger und Nachfolger.