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1. Platz für den Château la Gorce 2010

Wir freuen uns! Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ hat in ihrer Juni Ausgabe die besten Bordeaux unter 15 Euro prämiert.

Als bester Wein wurde unser genialer 2010er Médoc vom Château La Gorce prämiert. Wir mussten daher in den vergangenen Wochen ganz schön Gas geben, um alle Kundenwünsche und Aufträge wie gewohnt perfekt abwickeln zu können… Und dann war der Wein schließlich ausverkauft, aber jetzt ist wieder Nachschub eingetroffen!

Der Château La Gorce 2010 ist unsere Entdeckung aus dem Medoc und ein tolles Beispiel für unser Markenzeichen: eher unbekanntere Weine von kleineren familiären Weingütern, mit unschlagbarem Preis-Genuss-Verhältnis.

Der Winzer Dennis Fabre ist ein lässiger Typ. Nach getaner Arbeit liebt er es, auf seiner Harley durch das Médoc zu cruisen. Dennis macht nicht viele Worte, er macht einfach nur guten Wein. Nur diesen einen. Aber der ist so was von gut!

So beschreiben die Juroren den Wein: „Harmonisch, saftig, frisches Mundgefühl – der unangefochtene Sieger unter den Roten bietet viel Klasse für vergleichsweise wenig Geld.“  Quelle: Der Feinschmecker (06/2015)

Tipp: dieser Médoc passt perfekt zu gegrilltem Rindfleisch.

Zu Besuch bei Christophe Coste an der Rhône

viDeli besucht einen engagierten Côtes du Rhône Winzer: Christophe Coste von der Domaine de la Charité Weiterlesen

viDeli unterwegs – Die wunderbaren Weine aus dem Rhônetal

Der Süden Frankreichs begeistert uns immer wieder. Neben dem Languedoc-Roussillon haben es uns besonders die wunderbaren Weine aus dem Rhônetal angetan. Im März 2013 haben wir diese Region mit dem Ziel besucht, unser Sortiment aus dieser Region deutlich zu erweitern. Hierbei wollten wir Weine von kleinen Weingütern finden, die deutlich ihre Herkunft widerspiegeln und eine herausragende Qualität haben.

Grob kann man das Anbaugebiet Rhône in 2 Teile aufteilen. Der nördliche Teil folgt dem Flusslauf der Rhône und beginnt im Norden bei Ampuis (etwas südlich der Stadt Lyon) und endet im Süden bei Valence.  Hier befinden sich die weltbekannten Herkünfte Côte-Rôtie, Hermitage, Cornas und St. Joseph. In diesen ist die rote Syrah die beherrschende Rebsorte und bringt hier elegante, geschliffene Rotweine voller mineralischer Tiefe hervor. Daneben gibt es noch einige interessante Weißweine aus den Rebsorten Viognier, Marsanne und Roussanne.

Der südliche Teil des Anbaugebietes befindet sich grob zwischen Montlimar und Avignon mit der antiken Stadt Orange als Zentrum. Bildlich gesprochen befinden sich die Weinbauregionen in Form eines Amphitheaters um die Stadt Avignon gruppiert. Dieser Teil des Anbaugebietes ist flächenmäßig deutlich größer als der nördliche Teil. Auch klimatisch gibt es Unterschiede. Die südliche Rhône ist ein sehr heißes Weinbaugebiet. Dies spiegelt sich in den Weinen wieder. Die Rotweine der südlichen Rhône betören durch ihre warme, weiche, kraftvolle und aromatische Charakteristik. Hier sind auch deutlich mehr Rebsorten im Anbau als im nördlichen Teil des Anbaugebietes. So sind allein für die Erzeugung des berühmten Chateauneuf-du-Pape 14 Rebsorten zugelassen.  Grenache ist die typische Rebsorte der südlichen Rhône. Die bekanntesten Anbaugebiete sind Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Vacqueyras, Tavel und Lirac. Aber es gibt auch neue Stars am Himmel wie: Ventoux, Cairanne und Rasteau sowie Côtes du Rhône Villages Apellationen wie Sablet, Sinargues und noch einige andere.

Auf unserer Reise erkundeten wir zunächst von Avignon aus den südlichen Teil des Anbaugebietes. Dabei begannen wir bei Christophe Coste’s Domaine de la Charité in Sáze, von dessen Weinen wir schon länger begeistert sind.

Weiter geht‘s ans andere Ende des Anbaugebietes. Der Mont Ventoux ist als der mystische Berg der Provence und der Tour de France bekannt. Unserer Meinung nach entwickelt sich die Gegend in jüngster Zeit zu einer Herkunft von hochinteressanten Weinen, die noch sehr bezahlbar geblieben sind. Hier haben wir die kleine und junge Domaine du Tix in Mormoiron entdeckt, wo das sympathische Paar Marie Pirsch und Philippe Danel seinen Lebenstraum verwirklicht und herausragenden Wein produziert.

Die Reise führt uns dann zu unserer traditionellen Lieblingszone des Gebietes – die Felskette Dentelles de Montmirail mit den beiden Top-Anbaugebieten Vacqueyras und Gigondas.
Die Rebgärten von Vacqueyras liegen etwas tiefer und sind auch flacher als die von Gigondas. Daher reifen die Trauben dort etwas früher aus und haben auch eine wärmere, weichere Charakteristik. Hier haben wir Coralie Onde kennengelernt, die auf ihrer kleinen Domaine de la Ganse  einen richtig guten Wein aus alten Reben erzeugt.
Wenn wir schon vor Ort sind, besuchen wir gleich noch das Weingut von Coralies Bruder: die Domaine des Ondines . Jeremy Onde erzeugt hier ein Geschoss von Vacqueyras: der Clos des Frères !
Dieser Wein wird aus alten Grenache-, Syrah- und Cinsault-Reben gekeltert und in kleinen Holzfässern ausgebaut. So entsteht ein extrem kraftvoller, vielschichtiger und dichter Rotwein. Wenn der Wein seiner Schwester der femininste Vacqueyras ist, so ist dieser Wein vielleicht der maskulinste?here

Jetzt geht es ins Allerheiligste: Gigondas!
Für uns ist das Dorf Gigondas inzwischen das Non-Plus-Ultra an der südlichen Rhône. Gelten im Allgemeinen die Weine aus Châteauneuf-du-Pape als die Besten des Anbaugebietes, so finden wir Gigondas noch spannender. Beide Anbaugebiete erzeugen überaus kraftvolle, reichhaltige Rotweine. Ein guter Gigondas hat unter Umständen jedoch mehr Tannin und Säure und damit eine feinere Aromatik. Es gibt Gigondas Winzer, die ihre Weine als „anstürmendes Rhinozeros“ bezeichnen. Das zum Thema Kraft! Wir haben den Winzer Phillippe Cartoux auf seiner Domaine des Espiers besucht und waren sofort begeistert von seinen Weinen. Wir waren sogar derartig begeistert, dass wir mit einem unserer wichtigsten Grundsätze gebrochen haben: „Wir wollen gebietstypische Weine!“

Phillippe Cartoux interpretiert das Terroir von Gigondas anders als seine Kollegen. Seine Philosophie ist es, an der südlichen Rhône Rotweine zu erzeugen, die die elegante und feine Charakteristik der Weine der nördlichen Rhône aufweisen. So entstehen auf diesem Weingut Rotweine der AOC Gigondas, die natürlich kraftvoll sind, aber sie sind überaus elegant und weich und haben Raffinesse und Spiel. Für uns ist das ganz großes Kino! Bereits der Basiswein des Weinguts, ein Côtes du Rhône ist überaus elegant und kann locker mit vielen Weinen aus den hochwertigen Appelationen mithalten. Die nächste Stufe ist ein Côtes du Rhône Villages Sablet. Der Wein ist noch deutlich dichter und hochwertiger, aber eben auch wieder mit dieser besonderen Eleganz und Feinheit. Die nächste Stufe ist der AOC Gigondas Domaine des Espiers. Wir haben sehr viele Weine aus der Appelation Gigondas verkostet, und dieser Wein war schon einer der allerbesten. Der Knaller ist jedoch sein Gigondas aus der Parzelle „Les Blâches„, die mit sehr alten Rebstöcken bestockt ist. Dieser Wein ist grandios! So viele Facetten, so viel Tiefe und doch so elegant und fein. Wow!!!!

Und zum Abschluss noch zu einem ganz Großen: Vincent Avril von der Domaine Clos des Papes in Châteauneuf-du-Pape. Seit Jahrhunderten bewirtschaftet die Familie Avril Rebgärten in Chateauneuf-du-Pape. Der rote Clos des Papes ist legendär. Er wird aus allen 14 für die Produktion von Châteauneuf-du-Pape zugelassenen Rebsorten hergestellt. Das schmeckt man: der Wein ist ungemein vielschichtig und opulent. Manch einer mag irritiert sein, dass ein derartiger Wein nicht in kleinen Barriquefässern à 225 Litern ausgebaut wird. Aber Vincent Avril hat eine andere Vision für seinen Wein. Er hat im Burgund studiert und will eben auch eine burgundische Eleganz in seinen Weinen. Daher wird der Clos des Papes in großen 5.000 Liter Holzfässern gereift. Hier reift der Wein, ohne dass Holzaromen seine Aromen beeinflussen. So entsteht ein eleganter, vielschichtiger, opulenter Rotwein, der zu den ganz großen seiner Zunft zählt. Die Zeitschrift Weinspectator hat gar den 2005er Clos des Papes als besten Wein der Welt gekürt. Dies hat natürlich die Nachfrage nach diesem Wein mächtig angeheizt und das Weingut sehr bekannt gemacht. Der sympathische Vincent Avril war darüber, wie er uns sagte, eher irritiert. Er findet seinen 2005er nicht besser und nicht schlechter als dessen Vorgänger und Nachfolger.

Domaine du Tix – der aufgehende Stern vom Mont Ventoux

Sympathisches Winzerpaar macht sensationellen Wein im Anbaugebiet Ventoux. Weiterlesen